Tallinn 2016

Nachdem wir letztes Jahr schon Riga bereist haben, geht´s jetzt weiter im Baltikum. Dieses Mal haben wir uns für Estland entschieden, genauer gesagt für Tallinn.

Eine süße, kleine Stadt und wie geschaffen für ein verlängertes Wochenende. An unserem ersten Tag in Tallinn war es ziemlich trubelig, in Estland ist nämlich am 20. August Unabhängigkeitstag, deshalb waren in der ganzen Stadt Bühnen aufgebaut, es gab Konzerte, traditionelle Tänze, gewöhnungsbedürftige Schlagerdarbietungen – einfach schön! Perfekt, um sich einfach durch die kleinen Gässchen treiben zu lassen, vorbei an der Stadtmauer, der Alexander Newsky Kathedrale, dem Unabhängigkeitsplatz…

Und zwischendurch sind wir immer wieder eingekehrt. Hmmm…wo soll ich da anfangen?! Es gibt so viele tolle Cafés und Restaurants in Tallinn.

Ich beschränke mich mal auf meine 2 Lieblingslocations am ersten Tag:

Gefrühstückt haben wir im „Rukis“  www.visittallinn.ee/eng/visitor/eat-drink/cafes/pid-179004/kohvik-rukis), ein hübsches Café, nett eingerichtet mit großen Kronleuchtern und trotzdem wie eine alte Bäckerei. Das Essen ist wahnsinnig lecker und obwohl wir die Kuchen nicht probiert haben …die sahen auch toll aus.

Das Restaurant, in dem wir Abends waren, zählt ab sofort zu meinen Lieblingsrestaurants weltweit: Das „Rataskaevu 16“ (http://rataskaevu16.ee/en/) – der Name ist übrigens gleichzeitig die Adresse.

Wir haben dieses Restaurant zufällig entdeckt, weil wir den Hinterhof so schön fanden. Dort kann man auch sitzen und es ist einfach so gemütlich dort, dass wir erst mal gar nicht unbedingt auf die Speisekarte geachtet haben. Dass das Essen und der Service dann auch noch so phantastisch waren, hat das „Rataskaevu 16“ einfach perfekt gemacht. Ooooh und der Schokokuchen zum Nachtisch….lecker!

Am nächsten Tag mussten wir sämtliche Schokokuchen-Kalorien abstrampeln und haben uns deshalb Räder ausgeliehen, um an den Strand Pirita zu fahren. Dort war´s sehr voll… (kein Wunder…tolles Wetter und dazu noch ein Sonntag), also sind wir relativ schnell weiter zum Fernsehturm gefahren. Von dort hat man eine gute Aussicht auf das Umland Tallinns.

Tallinn von oben wollten wir natürlich auch sehen, deshalb sind wir – zurück in der Stadt – auf den Turm der St. Olaikirche (258 Stufen!) hochgestiegen um noch mal alle Gässchen zu sehen, durch die wir gestern geirrt sind.

Abends haben wir uns dann unsere Vollbärte angeklebt, die Hornbrille aufgesetzt und uns in unsere coolsten Sneaker geworfen, denn es ging in die Hipster-Gegend (uhuuuuu!) in die Telliskiri Street. 

Hier reiht sich eine Bar an die nächste und wenn man sich ein bisschen bemüht, findet man sogar ein tolles Restaurant. Wobei wir erst mal ziemlich irritiert waren, als wir ins „Apelsini Raudtee“ (www.apelsiniraudtee.ee) zum Essen wollten und erst mal in einem Bäderfachgeschäft standen.  Im gleichen Laden, vorbei an den Badewannen und Badezimmerfliesen, kann man wirklich nett auf der Terrasse sitzen und lecker essen.

Danach haben wir noch einen (improvisierten) Gin Tonic (mit Holunder-Limo statt Tonic Water) in der „Pudel Baar“ getrunken (hätten wir vermutlich einen Club-Mate-Cocktail mit Tofu-Würfeln bestellt, hätten wir mehr Glück gehabt) und das war´s auch schon. Unser Tallinn-Trip war also quick and dirty und seeeehr schön!!!