Helsinki & St. Petersburg 2015

Wirf die Gläser an die Wand - Russland ist ein schönes Land - Ho ho ho ho ho - hey!

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht jeden meiner Reiseberichte mit einem Schlager, Reim oder sowas beginnen, aber auch wenn es in dem Lied um Moskau und nicht St. Petersburg geht, zeigt es doch 2 Dinge: Russland ist wirklich wunderschön UND: Die Russen leben und lieben die Dekadenz.

Russland stand schon lange auf meiner Bucket List, endlich ist St. Petersburg an der Reihe.

 

Los ging´s in Helsinki mit dem Schiff. So konnten wir uns das Visa-Hick-Hack ersparen.

Zum Glück hatten wir noch ein paar Stunden Zeit, um uns Helsinki anzusehen. Es hat zwar nur für den Dom, die Uspenski-Kathedrale, die Esplanadi ( das sind zwei wirklich schöne Straßen mit viel Grün dazwischen und tollen kleinen Geschäften ) und den Hafen gereicht, aber für einen kleinen Überblick war das genug.

Besonders toll fand ich übrigens die alte Markthalle am Hafen. Wunderschön anzusehen und es gibt leckere finnische Spezialitäten.

 

Mit dem Schiff "Princess Maria" ging es dann über Nacht nach St. Petersburg. Selten hab ich Reisezeit so gut genutzt. Sushi essen, Cocktails trinken, Roulette im Casino spielen und am nächsten Morgen in einem anderen Land sein.

Am ersten Tag haben wir uns gleich mal den Katharinenpalast angeguckt - in Puschkin, etwa 25 Kilometer südlich von St. Petersburg. Und das war schon mal das erste Highlight.

 

Viel Gold, Prunk, Stuck, das Bernsteinzimmer, der Spiegelsaal, einfach WOW!

Der zweite Tag war laufintensiv und großartig! Natürlich musste die Auferstehungskirche sein. Wie viel Gold kann man eigentlich in eine Kirche packen?!?

Nicht ganz so bekannt, aber nicht weniger beeindruckend: Der Feinkostladen Jelissejew am Newski Prospekt ( Das ist übrigens DIE Straße in St. Petersburg. )

Unfassbar! Man betritt diesen Laden und fühlt sich sofort, wie in einer anderen Zeit.

Eigentlich könnte man stundenlang nur gucken und staunen. Ob das so geschäftsfördernd ist, wage ich fast zu bezweifeln, aber man bekommt hier wirklich alles, was das Schlemmerherz höher schlagen lässt:

Schokolade, Torten, Austern, Kaviar, Champagner und natürlich Wodka. Alles verpackt in einer ganz besonderen Atmosphäre.

Ein weiterer Punkt, der vielleicht nicht auf jedem Touri-Programm steht: Metro-fahren. Und zwar nicht zur Fortbewegung, sondern zum Sightseeing. Während die U-Bahn-Stationen bei uns eher grau und funktional sind, sind einige in St. Petersburg gestaltet wie kleine Schlösser. Wir sind mit der Red Line in südliche Richtung gefahren und sind überall ausgestiegen, wo es und gefallen hat. Fotos sagen hier wohl alles:

Besonders schön waren die Stationen Technologitscheski, Baltijskaja, Narwskaja, Kirowskisawod und Awtowo (die schönste von allen!!!)

 

Abends waren wir nochmal am Newski Prospekt essen ( im Las Torres, ein Spanier in Russland - und sehr lecker!) und mussten leider feststellen, dass die schönen Metrostationen schon vor Mitternacht schließen. Neeeeeiiiiiiin! Für ein Taxi hätten unsere letzten Rubel nicht gereicht...

Aber wir sind dann in den nächst besten Bus gehüpft, haben uns mit Händen und Füßen mit der Schaffnerin verständigt und hatten Glück: Der Bus hat tatsächlich direkt vor unserem Hotel gehalten.

Am nächsten Tag waren wir bei Schloss Peterhof. Das "russische Versailles" liegt 30 Kilometer westlich von St. Petersburg. Die Gärten sind auch im Herbst schön, im Frühling und Sommer aber sicher noch toller, vor allem, wenn die Brunnen mit Wasser gefüllt sind. :) Leider konnten wir auch nur ein Nebengebäude besichtigen, da das Schloss Montags und jeden letzten Dienstag im Monat geschlossen ist.

Auch schön, aber trotzdem schade.

Zum Glück hatte an dem Tag die Eremitage geöffnet - eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Wenn ihr jetzt sagt: "Buuuh! Kunst", auch Kunstmuffel kommen dort voll auf ihre Kosten. Einfach, weil allein die Räume so wunderschön sind. In jedem Raum gibt´s ein neues "Ooooooh!", "Aaaaah!" oder "Krass!". Die Bilder sind auch ganz nett, aber meiner Meinung nach schönes Beiwerk. (Kunstliebhaber verteufeln mich sicher gerade. )

In der Eremitage könnte man Monate verbringen. Würde man jedes Bild nur eine Minute betrachten, müsste man 11 Jahre in der Eremitage bleiben.

Wir hatten nur 2 Stunden, haben also nur einen kleinen Teil gesehen, Trotzdem: Wowwowwow!

Gleich nach diesen tollen Eindrücken ging es dann wieder aufs Schiff, nach Helsinki und anschließend nach Hause zurück.

 

Was für eine schöne Stadt! Und auch wenn die Russen vielleicht kein Volk von Glücksbärchis sind, die den ganzen Tag singend und lachend durch die Straßen laufen, muss man wirklich sagen:

Russland ist ein schönes Land! Ho ho ho ho ho hey!