Colmar 2019

5 Tage frei am Stück? Dann ganz schnell ab in den Urlaub! Daran hat auch das Kind nichts geändert und das ist auch gut so.

 

Also…ab nach Colmar. Freunde von uns waren im Juni dort und haben so von der Stadt geschwärmt, dass wir die Stadt ganz schnell auf unsere „müssen wir sehen - Liste“ gesetzt haben. 

Von München aus sind es ca. 4 ½ Stunden nach Colmar, wir haben uns eine süße Ferienwohnung direkt im Zentrum von Colmar gemietet und von dort aus das Städtchen erkundet. Und ja, es ist eigentlich „nur“ ein Städtchen, so schön klein, man kann alles zu Fuß erkunden. Wir haben uns spontan in Colmar verliebt, mit seinen schönen Fachwerkhäusern, mit „Klein Venedig“, durch das das Flüsschen „Lauch“ fließt (ihr merkt, ich verniedliche alles an Colmar ein bisschen. J ). In Colmar fühlt man sich wie in der Kulisse eines Märchens. Und tatsächlich soll „Die Schöne und das Biest“ von Colmar inspiriert worden sein.

Wir halten fest, Colmar ist wunderschön, was natürlich nicht nur wir, sondern auch andere Touristen wissen. Wir waren also nicht die einzigen, die durch die Gässchen gelaufen sind, aber es ist weit davon entfernt, überlaufen zu sein. 

Colmar ist klein, aber man kann die Zeit trotzdem gut rumbringen, nämlich mit BUMMELN (es gibt so schöne Läden, vor allem ziemlich viele Antiquitätengeschäfte; ich liebe sie!) und ESSEN. Klar, Flammkuchen gibt es an jeder Ecke und der ist seeehr lecker. Aber Colmar hat einfach richtig gute Restaurants zu bieten, einige Sterne-Restaurants (aber Baby in ein teures Sterne-Lokal zu gehen und im Zweifel nicht in Ruhe essen zu können, das haben wir uns geschenkt), ja…einige Touriläden, aber auch einige riiiichtig nette Restaurants, in denen man phantastisch essen kann. Besonders toll fand ich das „Le Fer Rouge“ - so toll, dass wir sogar zwei Abende dort gegessen haben.

Und ganz nebenbei kann man in Colmar auch wunderbar ein Gläschen trinken, weil das Elsass ganz tolle Weine zu bieten hat. Im Koifhus, einem historischen Gebäude in Colmar, war ein kleines Weinfest. Mit einem Gläschen Crémant in der Hand haben wir einen unserer schönsten Urlaubsmomente erlebt. Wir standen direkt am Fluss Lauch, es war ein lauer Sommerabend, um uns herum wuselten die Leute und auf der Brücke neben uns hat ein Musiker Akkordeon gespielt. Es war fast schon zu schön-kitschig, um wahr zu sein.

Übrigens begegnet einem in Colmar immer wieder eine Sehenswürdigkeit, die doch eigentlich woanders hingehört: Die Freiheitsstatue! Man sieht sie im Kreisverkehr auf dem Weg nach Colmar, auf Bildern und ganz groß auf einer Hauswand. Der Grund: Der Mann, der die Freiheitsstatue erschaffen hat, Frèdèric-Auguste Bartholdi, stammt aus Colmar und er hat hier auch seinen Fingerabdruck hinterlasse und einige Statuen erschaffen.

Neben Colmar haben es uns übrigens auch die beiden kleinen Städtchen Riquewihr und Eguisheim angetan. In Riquewihr war ein bisschen mehr los, was aber auch daran liegt, dass man durch ein Tor in die Stadt kommt und es dann „die eine“ Fußgängerzone mit den typischen Touriläden gibt. Geht man auch nur ein paar Meter in eine der Seitengassen, entkommt man auch schon den anderen Leuten und man findet sehr süße, kleine Geschäfte.

Eguisheim war ein bisschen weitläufiger. Es gibt einen Ring um die Stadt herum, den wir gegangen sind, entlang an schönen Häusern. Aber auch der Stadtkern ist total sehenswert.

Nach den Ausflügen nach Riquewihr und Eguisheim (übrigens auch mit Abstecher auf einem Weingut vor Riquewihr um uns das französische Urlaubsfeeling auch nach Hause mitzunehmen) wollten wir ursprünglich noch nach Straßburg fahren, haben uns dann aber doch dagegen entschieden. Wir waren beide schon dort, eine tolle Stadt, aber wir wollten dann doch lieber in Colmar bleiben. Auch, wenn wir jede Ecke schon 3 Mal gesehen hatten, es war so herrlich entspannt. Straßburg können wir dann einfach für einen der nächsten Städtetrips aufheben…