BOSTON & NEW York 2016

Ok, ich gebe zu, DAS ist jetzt wirklich ein Luxusproblem:
Als die Rede auf eine Reise nach New York kam, war ich erstmal gar nicht so begeistert. Natürlich ist New York eine beeindruckende Stadt, aber ich war vorher schon 2 Mal dort und meine Bucket List ist noch laaang.
Das, was mich letztendlich dazu bewogen hat, doch mitzufliegen, war Boston. Die Stadt klingt spannend, da war ich noch nie, ich bin dabei. Und im Nachhinein bin ich froh über meine Entscheidung. Was für ein toller Trip! Nicht nur wegen Boston.

Aber dort hat unsere Reise begonnen – in beautiful Boston. Mit unter 650.000 Einwohnern eigentlich keine typische amerikanische Großstadt und auch das Stadtbild schreit jetzt nicht unbedingt „bigger, better, faster, stronger“. Klar, es gibt viele Wolkenkratzer und auch eine beeindruckende Skyline, aber zwischen den modernen Hochhäusern findet sich an jeder Ecke ein kleines, süßes, historisches Gebäude. Geschichte wird in Boston sowieso ganz groß geschrieben. Wenn man dem Freedom Trail durch Boston folgt (und dank der roten Backsteine auf dem Boden kann man den wirklich nicht verfehlen), kommt man an den wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei und hat danach 4 Kilometer mehr auf der Schrittzähler-App.

Neben den Freedom Trail sind wir am ersten Tag auch noch den schönen Hafen, China Town und Little Italy abgelaufen (dort gibt´s wirklich tolle Restaurants!). Und die ganzen abtrainierten Kalorien mussten natürlich wieder drauf. Ein MUSS in Boston sind die Cannolis in Mike´s Pastry. Man kann den Laden gar nicht verfehlen, denn es steht immer eine lange Schlange davor. 

Ursprünglich haben wir uns nur mal mit-angestellt, weil wir neugierig waren und hey, wir haben Urlaub und schließlich Zeit – außerdem läuft halb Boston mit den Schachteln von Mike´s Pastry rum. Ja, es hat sich gelohnt. Die Dinger sind zwar süß und echt mächtig, aber auch total lecker.
Noch ein MUSS in Boston ist die Universität Harvard. Nicht nur der Campus lohnt sich, sondern auch die kleinen Straßen drumherum. Süße Häuser, Cafés, Shops.

Danach haben wir uns Boston noch vom Wasser aus angeguckt. Auf dem Schiff war´s zwar windig und kalt, aber allein der Blick auf die schöne Bostoner Skyline und auf die Inseln vor der Stadt (auf einer wurde übrigens auch der Film „Shutter Island“ mit Leonardo DiCaprio gedreht) waren es wert, ein bisschen zu frieren.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Mietwagen von Boston nach New York gefahren – aber nicht auf dem schnellsten Weg, sondern richtig schön an der Küste entlang mit diversen Stops – unter anderem in Newport (hier haben übrigens John F. Kennedy und seine Jacky geheiratet) – soooo hübsch dort! Vor allem der Hafen und der Cliff Walk, ein toller Spaziergang mit Blick auf die Easton Bay und auf der anderen Seite auf imposante Herrenhäuser.

Und dann ging´s nach New York. Warum genau wollte ich eigentlich nicht nochmal in diese beeindruckende Mega-Stadt?! 

Mit der Staten Island Ferry an der Freiheitsstatue vorbei, Financial District, Broadway, Dumplings essen in Chinatown, Times Square, Grand Central Station, über die Brooklyn Bridge flanieren, sich Nackenstarre holen mit Blick auf die Wolkenkratzer…
alles schon mal gemacht, aber trotzdem immer noch woooooow!
Und: Es gab auch ein paar neue Sachen, die ich beim letzten Mal nicht geschafft habe, aber unbedingt noch machen wollte.
Ganz oben auf der Liste: Endlich mal die Eingangstür und die Stufen von Carrie aus Sex and the City sehen. Die Adresse ist: 66 Perry Street im Greenwich Village (übrigens ist das Viertel auch richtig schön!).

Außerdem waren wir beim National September 11 Memorial and Museum. Bei unserem letzten Besuch in New York war das Museum noch nicht fertig, dieses Mal wollten wir es unbedingt sehen. Es ist natürlich sehr bedrückend, durch das Museum zu gehen – im Kopf die ganzen Erinnerungen an den 11. September 2001 – aber wenn man es so sagen darf, die Gedenkstätte ist wirklich schön geworden.

 

Ein großes Highlight meines Urlaubs war der Sonnenuntergang auf dem Rockefeller Center. Waaas für ein spektakulärer Sonnenuntergang, waaas für ein toller Blick auf das Lichtermeer New Yorks.

An einem Tag haben wir uns Räder gemietet und sind am Hafen entlang und durch den Central Park gefahren. Ok, mit den Rädern anschließend auch noch durch die 5th Avenue zu fahren war vielleicht nicht die allercoolste Idee, aber in dem Fall war dann einfach nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel das Ziel – nämlich die tolletolle Rooftopbar „230 Fifth“ (www.230-fifth.com).

Ein perfekter Abschluss für einen perfekten USA-Trip!